SGB - Wimpel
am Bärensee

unser See

Der Bärensee ist unsere Segelarena. Er entstand im Jahr 1956 durch einen Aufstau der Wertach bei Flusskilometer 73,3 südlich von Kaufbeuren auf einer Höhe von 684 Metern über dem Meer. Seine Uferlinien orientieren sich an früheren Flussläufen der Wertach, die hier immer schon in ausholenden Schleifen verliefen. Somit entstand der größte Teil des Ufers aus der natürlichen Topografie und lediglich ein kurzer Abschnitt des Westufers wurde durch einen aufgeschütteten Damm geschaffen. Trotzdem es sich also um einen künstlichen See handelt ist heute ein großer Teil seiner Fläche von 54 ha Landschaftsschutzgebiet.

Luftbild aus Südosten (aus der Bauzeit 1955 Repro UH)

Der Bau des Sees war seinerzeit nicht unumstritten. Naturschützer befürchteten den Untergang seltener Pflanzen und Tiere auf der so genannten Halbinsel, dem Innenbereich einer Wertachschleife im Südteil des heutigen Sees. Auch konnte der See nicht in seiner ursprünglich geplanten Größe verwirklicht werden, da die Interessen von Grundeigentümern dagegen standen. Angeblich ist das der Grund für die abgewinkelte Form des Sees.

Luftbild aus Südwesten (60er Jahre Repro UH)

Das Kraftwerk Hirschzell wurde ursprünglich von der Fa. Momm gebaut und wird seit 1996 von den VWEW betrieben. Es erreicht mit seinen zwei Kaplan Turbinen bei einer Fallhöhe von fast acht Metern eine Nennleistung von zweimal 765 kW. Da der Inhalt des Sees gering ist, kann er keine Schutzfunktion gegen Hochwasser erfüllen und auch sein Potenzial für Schwallbetrieb ist gering. Damit ergeben sich kaum Pegelschwankung, was den Interessen von Natur und Sport entgegenkommt.

Bau von Staumauer und Kraftwerk (Repro MR - Winter 1955/56)

Seit dem 5. August 2010 hat der Bärensee einen Eintrag bei Wikipedia. Seinerseits verweist der dortige Artikel auf unsere Homepage als Quelle.

Der Bärensee hat noch einen südlichen Nachbarn, den etwas kleineren Bachtelsee. Er ist 1962 wenige Jahre nach dem Bärensee durch den Bau einer Staumauer entstanden. Das rund einen Kilometer lange Teilstück der Wertach zwischen den beiden Seen ist "schiffbar" und das "Kraftwerk Biessenhofen" markiert den südlichsten Punkt des Bärensees.

das Bachtelseekraftwerk (60er Jahre HS)

Die Wasserqualität unseres Sees wird immer wieder gern diskutiert. Die Segler haben die Beobachtung gemacht, dass in den vergangenen Jahrzehnten, der Bewuchs mit Wasserpflanzen ("Kraut") starken Schwankungen unterworfen war. In den 80er Jahren und im Sommer 2009 erreichte dieser einen Höhepunkt, als sich im See ausgedehnte "Krautinseln" bildeten, die ein Befahren des Sees in den Sommermonaten fast unmöglich machten. Ein Zusammenhang von "Kraut" und der Überdüngung der Wertach erscheint offensichtlich. Im Jahr 2008 hat die Stadt Kaufbeuren teilweise die Hinweisschilder erneuert:

Baden verboten (2008 UH)

Gerade die Segler bedauern den hohen Bewuchs an den Ufern des Sees. Insbesondere die Weiden auf dem Damm am Westufer machen sie gerne für lästige Windabdeckungen verantwortlich. Sehnsüchtig müssen sie auf alten Fotos aus den 60er Jahren erkennen, dass damals der Damm kaum bewachsen war. Heute bemüht sich der Betreiber, den Bewuchs regelmäßig zu stutzen, die Weiden erreichen aber schon nach einem halben Jahr wieder ihre alte Höhe.

Bojenlieger und Schratz (60er Jahre HS)

Verlandung wird einst auch den Bärensee betreffen - allerdings nicht so sehr wie seinen südlichen Nachbarn, den Bachtelsee, der schon einmal ausgebaggert werden musste. Im Bereich des Wertacheinlaufes ist deutlich zu erkennen, dass die Wassertiefe stetig abnimmt. An fast allen Uferabschnitten sammelt sich zudem immer mehr natürliches Treibgut, das die Verlandung fördert.

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Wind und Wetter

Wolke über dem Bärensee (2000 UH)

Wind und Wetter heute am Bärensee:


Das Allgäu ist eine vom Wetter begünstigte Region - die Orte der Umgebung weisen statistisch besonders viele Sonnentage auf. Die Lage des Bärensees im eiszeitlich geformten Wertachtal und die Uferformationen führen zu typischen Windphänomenen - einer echten Herausforderung für den Segler.

Bei Regatten sind diese Windlagen besonders geschätzt:

  • Südwest und West sind typisch bei Tiefdrucklage. Der Wind kann besonders stark werden. Dann sind die Böen im westlichen und nördlichen Seeteil interessant, die von einer hartnäckigen Flautenzonen in der Seemitte getrennt werden.
  • Nordwest - auch typisch bei Tiefdrucklage. Der kleine Unterschied zur reinen Westlage ist erheblich. Für die Auslegung einer normalen Regattabahn besteht keine Chance, denn an der Stelle, an der die Luvtonne sein sollte, ist der See längst zu Ende. Der erfahrene Wettfahrtleiter meistert die Situation gelassen, indem er die Windrichtung ignoriert und die Wettfahrt dennoch startet. Da die Stärke in der Regel ausreichend ist, sind die Segler zufrieden.
  • Nord - perfekte Bedingungen, zumal bei up/down Kurs!
  • Nordost typisch bei Hochdrucklage. Eine sehr häufige Windrichtung, die fast immer bei besonders schönem Wetter auftritt und gute Segelbedingungen bringt. Die Abdeckungen des Ostufers sind das Salz in der Suppe der Regattataktik.
  • Ost und Südost tritt zum Glück nur selten auf.
  • Süd ist auch selten. Den Südwind gibt es als Morgenwind bei Hochdrucklage. Er hält kaum bis nach 10 Uhr morgens an und ist daher für Regatten kaum nutzbar. Der Südwind als Föhnausläufer hält an und erreicht eine erhebliche Stärke - er bietet perfekte Segelbedingungen.

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Vereinsgelände

Wir verfügen über ein, vom Seeeigentümer gepachtetes Grundstück. Darauf steht unser Vereinsheim - die "Seglerhütte".

Einfahrt (2008 UH) Bootswiese (2008 UH) Anker (2008 UH)

Rondell (2008 UH) Optiregal (2008 UH) Boote (2008 UH)

Daneben sind Landliegeplätze für bis zu 30 Boote vorgesehen, die nie vollständig belegt sind. Bei Bedarf können wir die Fläche noch vergrößern, um bei Veranstaltungen Platz für Gäste zu schaffen. Unser Uferstreifen ist befestigt und bietet genug Platz um Boote vorübergehend festzumachen. Da die Landliegeplätze etwa zwei Meter höher liegen als der See, gibt es eine betonierte Sliprampe, die bis ins Wasser reicht. Auf dieser Slipanlage können die Boote schnell aus dem Wasser gezogen werden. Beim Anlegen helfen uns zwei Schwimmstege - der längere ist unmittelbar an der Sliprampe, der kürzere ist neben dem Regattamast. Dort wird bei Regatten das Rettungsboot der DLRG festgemacht. Bei BayernViewer gibt es dieses Luftbild von unserem Gelände.

Ufer vom Steg aus (2008 UH) Uferbefestigung (2008 UH) Sliprampe (2008 UH)

großer Steg (2008 UH) kleiner Steg (2008 UH) kleiner Steg mit DLRG Boot (2008 UH)

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Seglerhütte

Unser Vereinsheim am Bärensee ist ganzjährig in Betrieb - es ist zwar kein bewirtschaftetes Vereinslokal, ist aber trotzdem der Mittelpunkt unseres Vereinslebens. Die "Hütte" ist erst seit 2008 an das öffentliche Stromnetz angeschlossen - fließendes Wasser gibt es allerdings nicht. Dank ihrer simplen und gemütlichen Ausstattung hat die "Hütte" ihren besonderen Charme. Wie sie entstanden ist, steht hier.

Seglerhütte von Osten (2008 UH) Seglerhütte von Norden (2008 UH) Seglerhütte (Ansegeln 2008 UH)

Seglerhütte im Winter (um 1970 - Repro MR) Seglerhütte vom Wasser aus (Pfingstregatta 2006 - MR) Seglerhütte von Norden, Aquarell von Hans Müller (1994 - Repro 2008 UH)

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Anfahrt

Unser Vereinsgelände befindet sich am Ostufer des Bärensees. Sie erreichen es mit dem Auto nur über den Kaufbeurer Ortsteil Hirschzell. Bitte achten Sie in Kaufbeuren auf die Wegweiser Richtung Hirschzell und folgen Sie dann der Bärenseestraße.

Die Koordinaten für Ihr Navigationsgerät:

+47° 51' 40.00", +10° 38' 39.59"

oder dezimal:

47.861110, 10.644330

Berechnen Sie Ihren Anfahrtsweg mit Google Maps:


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© Seglergemeinschaft Bärensee [DSV-Nr.: BA099] im ASV Hirschzell e.V. [BLSV-Nr. 70333]
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