|
Die 60er Jahre
in Stichpunkten:
- 1956 der Bärensee wird erstmals geflutet
- 1960 die ersten Segelboote gelangen an den Bärensee,
Privatstege werden gebaut
- 1962 der Bachtelsee wird erstmals geflutet
- 1963 erste konstituierende Sitzung im Herbst
- 1964 Gründung der Seglergemeinschaft Bärensee als Zusammenschluss von Stegnachbarn
- 1966 erste Regatta, großes Hirschzeller Fest
- 1968 am Bärensee existieren 35 Privatstege, Baubeginn an der Seglerhütte
- 1969 die Seglerhütte wird eingeweiht, regelmäßige Regatten mit Kurt Bösler als Wettfahrtleiter
Vereinsgründung und Umbrüche
Im November 1964 schloss sich die Mehrzahl der Stegnachbarn auf Drängen des Seeeigentümers, der Firma Momm,
zur Seglergemeinschaft Bärensee (SGB) zusammen. Die Kommunikation gegenüber diesem und der Gemeinde
sollte vereinfacht werden. Frühzeitig entschieden sich die Segler, kein eigenständiger Verein zu sein,
sondern eine Abteilung des ASV Hirschzell.
Das sind die Gründungsmitglieder - wir verlassen uns hier auf die Erinnerung von Helmut und Wally:
- Karl Biesenberger mit Frau
- Walter Benda
- Götz Notboom
- Martin Baur
- Fritz Greulach (erster Vorsitzender bis 1973)
- Rudolf Blankenburg (sen.)
- Alfred und Anni Gessler
- Helmut und Wally Schmidt
- Peter Ressel
- Fritz Kassel
- Erwin Hörnig
Dem Eigentümer war die Nutzung des Bärensees durch die Segler unheimlich geworden und die ersten Gedanken
an die Abschaffung der Privatstege und der wachsenden Bojenfelder kamen auf. Die Gemeinde Hirschzell hatte
die Straße zum See gerade asphaltieren lassen und wollte den See zum Naherholungsraum machen. Daher bekam der
junge Verein die Auflage, am Ostufer einen öffentlichen Zugang zu ermöglichen. Ein Gästesteg wurde also gebaut und
damit der Arbeitsdienst eingeführt - anders wäre diese erste große Gemeinschaftsleistung gar nicht möglich gewesen.
Die Auflage gilt heute noch, sie wird jetzt aber durch den Uferstreifen an der Seglerhütte erfüllt.
Neben Sport und Politik spielte natürlich auch des gesellschaftliche Leben eine große Rolle - anlässlich
des großen Hirschzeller Festes von 1966 gestalteten die Segler einen Wagen für den Festumzug. Damit traten
sie erstmalig in der Dorföffentlichkeit in Erscheinung.
Das erste Jahrzehnt des Vereins war von tief greifenden Umwälzungen geprägt:
- der Ablösung der Privatstege
- der Bau der Seglerhütte mit den Landliegeplätzen
- die Etablierung des Regattasegelns und die Mitgliedschaft im DSV
Nicht alle Mitglieder waren mit diesen Veränderungen und deren Tempo einverstanden. Vielfach führten
Eigeninteressen zu Auseinandersetzungen, die mit großer Leidenschaft geführt wurden. Mitte der 70er Jahre
waren die meisten Privatstege verschwunden, viele Segler hatten dem Verein den Rücken gekehrt - es waren aber
auch viele neu dazugekommen. Das Vereinsleben hatte mit der Seglerhütte einen Mittelpunkt gefunden und fast
alle Boote hatten nun einen Landliegeplatz auf dem Gelände um die Seglerhütte.

|